Materialknappheit verschärft

Die Stahlerzeugung in Europa kann den aktuellen Bedarf nicht decken, Einfuhrzölle erschweren die Lage und die Beschaffungskosten steigen um das Dreifache. Betroffen sind alle Arten von Stahl. Wie der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) berichtet, komme es selbst bei schon geschlossenen Verträgen zu Verzögerungen und verringerten Zuteilungen. „Eine derart katastrophale Versorgungslage ist unverantwortlich“ schreibt der IBU4 Ende Mai gemeinsam mit weiteren Fachverbänden und fordert staatliche Eingriffe. Die Stahlpreise sind auf historischem Höchststand (vergleichbar mit dem Stahlboom 2007/2008). 2020 ist das wahrscheinlich produktionsschwächste Jahr seit der deutschen Wiedervereinigung.

Lieferzeiten | Materialengpässe

Für Standardmaterialien, hier besonders bei Dekorplatten, Metall und Materialien, die aus Fernost geliefert werden, sind lange Lieferzeiten Usus geworden. Was früher sofort oder in wenigen Tagen verfügbar war, hat mittlerweile eine Lieferfrist von zwölf bis fünfzehn Wochen. Abgesehen von den materialspezifischen Gründen (siehe nachfolgender Überblick) trägt die krisenbedingt starke Nachfrage auf dem privaten Bausektor mit zur Mangelwirtschaft bei. Die hohe Nachfrage geht mit teilweise extremen Preissteigerungen einher.

dLv information, 06 | 2021
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